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Die Geschichte der Raumfahrt

Wie der Mensch den Weg ins Weltall fand

Wer verstehen will, wie das Weltall entstanden ist und wie der Mensch den Zugang dazu gefunden hat, muss Wissenschaftler und dabei zuerst die Astrophysiker fragen. Sie beschftigen sich mit der Entstehung, der Gegenwart und der Zukunft des Universums. Es gilt heute als gesicherte Erkenntnis, dass die Geschichte des Alls vor knapp 14 Milliarden Jahren begonnen hat. Wir knnen die Entwicklung bis zum Urknall zurckverfolgen. Unser Alltagsverstand kann sich nicht vorstellen, was dabei passiert ist. Die physikalischen Gesetze, denen die heutige Welt gehorcht, galten noch nicht. Es gibt keine Theorie, die die Ereignisse vollstndig erklren kann. Man wei nur soviel, dass es zu Beginn weder Raum noch Zeit gab. Es gab nur Energie. Und weil weder Raum noch Zeit existierten, kann man nicht auch sagen, wie gro das alles war und welche Zeit es bis zur Entstehung von Raum und Zeit in Anspruch nahm. Das widerspricht unserer alltglichen Erfahrung. Aber wir mssen uns fr das Verstndnis der Anfnge des Universums von gewohnten Vorstellungen trennen.

Mit dem Urknall (ein unklarer Begriff: ich wrde sagen Neubeginn) entstehen erst Raum und Zeit und beide breiten sich seitdem aus. Innerhalb weniger Sekunden hat sich aus der Energie Materie in Form von Atomkernen und Elektronen gebildet. Gleichzeitig ist aber noch so viel Strahlungsenergie vorhanden, die auf die gerade entstandene Materie einwirkt, dass sich Materie und Energie stndig umwandeln. Erst nach etwa 10000 Jahren ist durch die Ausdehnung des Raumes die Strahlungsintensitt so weit abgeklungen, dass sich stabile Atome in Form von riesigen Gaswolken bilden. Denn zunchst entstanden einfache, leichte Atome. Diese haben sich im Laufe langer Zeitrume - und wir mssen jetzt in Jahrtausenden und Jahrmillionen denken - zu Sternen zusammengeballt. Die Anziehungskraft zwischen diesen Materieverdichtungen sorgte dafr, dass sich Milliarden von Sternen zu Millionen von Galaxien zusammenfanden. In den Sternen entstanden - und entstehen auch heute noch - aus leichten Gas-Atomen schwerere Atome. Diese Verschmelzung von schwereren Atomen aus leichteren ist die Grundlage fr die Energieabgabe der Sterne, zu denen auch unsere Sonne gehrt. Planeten sind aus den von den Sonnen erzeugten schwereren Atomen entstanden. In ihnen laufen im Gegensatz zu den Sternen keine Verschmelzungen von Atomkernen ab. Sie sind deshalb khl und leuchten nicht selbst.

Nun schauen wir nach dem Urknall ein paar Milliarden Jahre weiter und betrachten das entstehende Leben auf der Erde. Es hat seine Ursprnge vor etwa 4 Milliarden Jahren, also etwa 10 Milliarden Jahre nach dem Urknall. Es begann mit einfachen Formen und entwickelte sich laufend weiter. Der Naturforscher Darwin hat nachgewiesen, dass das Leben durch kleine Vernderungen bei den Nachkommen den sich verndernden Umweltbedingungen anpasst und weiterentwickelt. Das ist letztlich der Grund, warum es immer wieder neues Leben und auch den Tod des alten gibt. Es ist der Trick der Natur, das Leben immer wieder auf neue, vernderte Grundlagen zu stellen und damit langfristig zu sichern.

Der Mensch bewohnt die Erde seit ca. 100000 Jahren, je nachdem, wann man meint, den ersten unserer Vorfahren "Mensch" nennen zu knnen. Die Entwicklung des Menschen von der Steinzeit, ber die Bronze- und Eisenzeit bis in die heutige Zeit ist relativ langsam verlaufen. Die Entwicklung der Technik hat hingegen in den letzten paar hundert Jahren rasant an Fahrt gewonnen. Seitdem berschlagen sich die Ereignisse.

Voraussetzung fr die Eroberung des Weltraums war die Entwicklung von Raketen. Im Gegensatz zu Flugzeugen sind sie nicht auf Flgel angewiesen, die durch einen Luftstrom Auftrieb erzeugen. Im Weltraum gibt es keine Luft. Daher mssen Raketen den Auftrieb ohne Flgel durch krftigen Schub aus Dsentriebwerken erzeugen, deren Treibstoff sie mitfhren mssen.

Besonders in Deutschland sind vor und whrend des zweiten Weltkriegs wichtige theoretische und praktische Forschungsarbeiten geleistet worden. Der Krieg hat die Entwicklung und die Anwendung der Raketentechnik als totbringende Waffe beschleunigt. Nach dem verheerenden Krieg gelang es der Sowjetunion im Jahre 1957 unter Leitung des genialen Konstrukteurs Sergej Koroljow den ersten Satelliten, den Sputnik, in eine Erdumlaufbahn - also ins Weltall - zu bringen. Es folgten Experimente, bei denen Tiere - wie etwa die berhmte Hndin Leika, die das leider nicht berlebte - ins All geschossen wurden. Sie erbrachten die Erkenntnisse, die weitere Raumausflge ermglichten.

Die Sowjetunion schaffte es im Jahre 1961 den ersten Menschen ins All zu befrdern. Juri Gagarin umrundete im Raumschiff Wostok 1 in 108 Minuten die Erde und kehrte sicher zurck. Die Amerikaner wollten es seit dem Start des Sputnik den Russen nicht nur nachmachen, sondern sie wollten sie berholen. Die sowjetischen Techniker waren zunchst den amerikanischen Kollegen weit voraus. Den Amerikanern gelang es nach Mobilisierung groer Finanzmittel und der Arbeit herausragender Forscher und Techniker im Jahre 1969 mit der legendren Apollo 11 Mission die ersten Menschen auf den Mond und heile wieder zurck zu bringen. Als erster Mensch betrat Neil Armstrong am 21. Juli 1969 den Mond.

Das Abenteuer Weltraum ist damit noch lange nicht zu Ende. Viele Herausforderungen warten. Gerade krzlich ist es gelungen, eine weitere Sonde auf unserem Nachbarplaneten, dem Mars zu landen. Die Sonde wird dort nach Spuren von Leben suchen und neue Erkenntnisse zur Entstehung des Lebens nicht nur auf unserer Erde bringen. Was die weitere Entwicklung des Weltalls angeht, so sind sich die Wissenschaftler nicht einig, wie es auf lange Sicht weiter geht. Es hngt vieles von der Geschwindigkeit der Ausdehnung des Weltalls und der darin enthaltenen Materie mit ihrer Schwerkraft ab. berwiegt die Geschwindigkeit der auseinanderstrebenden Massen, so wird das All letztlich in Klte erstarren und im Unendlichen enden. Sind die zusammenziehenden Krfte der Gravitation grer, so wird sich die Materie und die Energie des Alls wieder vereinen und schlielich einen neuerlichen Urknall zur Folge haben. Dann beginnt alles von vorne.

Und ein Letztes: was die Schwerkraft wirklich ist, wei niemand. Sie scheint sich ohne Verzgerung - also unabhngig von der Lichtgeschwindigkeit - auszubreiten. Auf diesem Gebiet ist fr die Menschheit noch viel zu erforschen. Unsere Kinder sind aufgefordert, hier aktiv zu werden und der Menschheit neue Erkenntnisse zu schenken. Man wird sehen -.. .-.. ----. -- .-- .

Hier finden Sie die ausfhrliche und chonologische Geschichte der Raumfahrt einzeln Jahr fr Jahr.


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